Wäre an einem anderen Ort alles besser?

Wenn du in deiner Heimat nicht zufrieden bist, wirst du es auch nicht auf einer Karibikinsel sein…

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…denn der Ort, an dem du lebst, hat eine wesentlich kleinere Auswirkung auf deine innere Zufriedenheit, als du vielleicht denkst.

Ich kenne viele Menschen, die ständig über ihr Heimatland Deutschland schimpfen: „Die Menschen sind so introvertiert und voreingenommen.“ „Im Sommer regnet es viel zu oft und der Winter ist sowieso ein überflüssiger Graus.“

Diese und andere Ansichten haben zur Folge, dass der ein oder andere vom besseren Leben an einem anderen Ort träumt – am besten ganz weit weg und, wenn möglich, dorthin, wo andere Urlaub machen – ohne Stress und Verpflichtungen tun, was man möchte. Je öfter man sich dann mit diesem Gedanken auseinandersetzt, desto mehr festigt sich die Unzufriedenheit gegenüber der gewohnten Umgebung.

In diesen Momenten passiert Folgendes: Die Verantwortung, aus dem eigenen Leben etwas „Besseres“ (bzw. einen glücklicheren inneren Zustand) zu machen, wird abgegeben, und zwar an die „anderen“ – an das Land, die Menschen, die darin leben, oder bestimmte Umstände. „Der oder das ist schuld, dass ich unglücklich bin!“ Bestimmt sind dir solche Gedanken auch schon des Öfteren durch den Kopf gegangen. Die Wahrheit ist aber, dass ganz alleine du für dein Leben verantwortlich bist!

Es gibt natürlich Ausnahmen. Wenn du der geborene Surfer-Typ bist und surfen für dich die reine Glückseligkeit bedeutet, solltest du dem nachgehen. In diesem Fall kann es durchaus frustrieren, wenn du in einem skandinavischen Fischerdorf wohnst, wo du nur selten die Sonne siehst und die Durchschnittstemperatur im Sommer bei 16 Grad liegt. Selbiges gilt natürlich auch für Krisen- und Kriegsgebiete – hier gelten andere Bedingungen.

Wenn diese oder ähnliche Gegebenheiten bei dir jedoch nicht zutreffen, bist du selbst für deine Zufriedenheit verantwortlich!

Wenn du behauptest, dass die Tatsache, dass du in Deutschland keine(n) Partner(-in) findest, an der Introvertiertheit der Deutschen liegt, ist das schlichtweg eine Ausrede. Wenn du der Meinung bist, dass du nur deswegen unterdurchschnittlich bezahlt wirst, weil wir in Deutschland nicht die Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär-Mentalität haben, nicht aber, weil du zu wenig Engagement und Willen zeigst, belügst du dich selbst.

Egal wo du auf diesem Planeten hinkommst, die grundsätzlichen Rahmenbedingungen sind gleich. Menschen sind Menschen und jeder Mensch denkt in erster Linie an sich. Egal wie paradiesisch ein Ort auch zu sein scheint, irgendwann holen dich definitiv wieder vertraute Sorgen, Ängste und Probleme ein. Denn glücklich sein ist ein innerer Zustand. Deine Außenwelt kann dich eine gewisse Zeit lang von deinem wahren Inneren ablenken und dich auf oberflächliche Art und Weise glücklich machen – du wirst es jedoch nicht bleiben.

Damit erkläre ich mir übrigens auch den Trend des Fernreisens. Vor 20 Jahren sind die Deutschen liebend gerne zum Urlaub machen an die Adria gefahren. Heute reicht das längst nicht mehr aus. Ich kenne kaum jemanden in meinem Bekanntenkreis, der nicht schon einmal in Thailand, Amerika, Australien oder Afrika war. Aus meiner Sicht ist dieser Trend bei vielen ein Zeichen innerer Unzufriedenheit oder zumindest Unsicherheit. Unbegrenzte Möglichkeiten und die große Hoffnung auf etwas Besseres und Befreiendes treiben viele Fernreisende an. Das Problem der meisten – schon nach kurzer Zeit der Rückkehr aus dem Urlaub stellt sich wieder die gewohnte Unzufriedenheit ein. Eine Reise sollte nicht nur eine Flucht aus dem Alltag sein – vielmehr eine neue Erfahrung, die Kraft gibt, um zukünftige Situationen zu meistern.

Fazit:

Dich nerven dein Umfeld, dein Job oder deine Wohnsituation regelmäßig? Verfalle nicht in die Opferrolle. Du musst akzeptieren, dass du selbst für deine Lebenssituation verantwortlich bist!

Nimm dir außerdem Zeit, schöne Dinge wahrzunehmen. Konzentriere dich auf die schönen landschaftlichen Aspekte unserer Heimat (die gibt es zur Genüge!) und genieße sie bewusst und regelmäßig: Die Jahreszeiten, die Wälder, Pflanzen, Seen und Berge. Das Morgenrot, den Sonnenuntergang und den Vollmond. Ich stelle sehr oft fest, dass Menschen die Natur nur dann betrachten, wenn sie im Urlaub sind. Das ist verrückt! Wir haben jeden Tag wahnsinnig schöne Kulissen direkt vor der eigenen Haustür und sehen sie nicht. Wir arbeiten das ganze Jahr, blenden alles aus, um dann im Sommer zwei Wochen in die Karibik zu fliegen und die schöne Landschaft dort zu bewundern. Das ist eigentlich nicht nur verrückt, sondern krank. Denk daran, wenn du das nächste Mal die Haustür verlässt. Und wenn du dies verinnerlicht hast und dennoch der Meinung bist, dass deine Heimat nichts für dich ist, dann besorge dir ein One-way-Ticket. Aber hör in Gottes Namen auf zu jammern!

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2 thoughts on “Wäre an einem anderen Ort alles besser?

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