So bekommst du negative Gedanken aus dem Kopf.

In unserem Kopf kreisen permanent Gedanken. Wie können wir uns von destruktiven, negativen Gedanken befreien?

Im Kindesalter verfestigen sich Überzeugungen in uns. Wir speichern die Beurteilungen und Zuschreibungen unserer Eltern und unseres Umfeldes mit einer extremen Aufmerksamkeit in unserem Gedächtnis ab. Diese Glaubenssätze sind auch für unser späteres Leben sehr wichtig und geben ihm häufig eine Richtung. Wenn ein Elternteil beispielsweise regelmäßig in bestimmten Situationen wütend wird und unnötige und unkindliche Kritik, wie du Faulpelz, du Heulsuse, du Plappermaul oder du Scheusal, äußert, kann das den späteren Charakter des Kindes prägen. Auch wenn es vom Elternteil nicht böse gemeint ist, ein Kind welches permanent als Faulpelz bezeichnet wird, hegt womöglich später den Glaubenssatz: “ich kann das sowieso nicht schaffen, ich bin dazu sowieso viel zu faul / unfähig / nicht gut genug.”

Nicht selten zweifeln Menschen im Erwachsenenalter permanent an sich, weil sie in ihrem tiefen Unterbewusstsein Glaubenssätze abgespeichert haben, die sie negativ beeinflussen. Unser Unterbewusstsein will diese negativen Glaubenssätze leider so lange wie möglich aufrecht erhalten. Es bringt uns dazu, stets nach Bestätigung für sie zu suchen. Alles das, was beispielsweise die Überzeugung “mir gelingt nichts” stützt, registrieren wir dann im Alltag mit Adleraugen. Alles das, was diese Überzeugung schwächen würde, übersehen wir gerne und lassen es durch unser Aufmerksamkeitsraster fallen.

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Um negative und destruktive Gedankenmuster abzulegen oder zumindest zu verkleinern, müssen wir sie zunächst erkennen und uns fragen: “Woher kommt dieser Gedanke – gibt es eine Schlüsselsituation / einen Ursprung? Hat dieser Gedanke eine Berechtigung oder hatte er es nur früher einmal? Bringt uns dieser Gedanke einen Nutzen?” Als nächstes sollten wir nach einem Beweis dafür suchen, dass der Glaubenssatz falsch ist. Auch wenn es schwer fällt und wir uns in dieser Situtation gerne auf die negativen Seiten unseres Selbst konzentrieren – es gibt mit Sicherheit alternative Erfahrungen, Erlebnisse oder Belege dafür, dass der Glaubenssatz nicht 100 prozentig auf uns zutrifft.

Als nächsten sollten wir uns darin üben, die Art und Weise zu verändern, wie wir verschiedene Dinge betrachten. Wir müssen Abstand zu dem Gedanken bekommen und realisieren, dass es sich nur um ein negatives Hirngespinst handelt, das uns schaden will und wird. Tritt zum Beispiel der Gedanke “ich bin nicht liebenswert” auf, könnte man die Art und Weise der Betrachtung ändern, in dem man zu sich selbst sagt: “Ich habe gerade das Gefühl, dass ich nicht liebenswert bin.” So schafft man Distanz zwischen dem Gedanken und sich selbst und lindert damit die Wirkung. Ein weiterer Kontragedanke wäre: “Ach, da meldet sich schon wieder die Stimme aus der Vergangenheit. Und schon wieder hat sie nichts Neues zu erzählen.” Auch die Frage: “Wie alt ist dieser Gedanke eigentlich? Trifft er überhaupt wirklich auf mich zu?” oder: “Wozu hilft mir dieser Gedanke eigentlich, hat er überhaupt irgendeinen Nutzen?” Kann einem dabei helfen, die Intensität destruktiver Gedanken zu verringern.

Wir müssen lernen, einen Gedanken als das zu erkennen, was er eigentlich ist: nur ein Gedanke, der nichts weiter zu bedeuten hat. Ganz nach der chinesischen Weisheit: “Du kannst nicht verhindern, dass die Vögel der Besorgnis über deinen Kopf fliegen. Abere du kannst verhindern, dass sie sich in deinem Kopf ein Nest bauen.”

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