Umweltschutz – so kannst du die Welt retten.

Kleinigkeiten können den Unterschied ausmachen.

Es gibt kaum ein Land, indem so viele Menschen in der Theorie bereit wären, ihr ökologisches Engagement zu erhöhen, als in Deutschland. Umfragen zu Folge sind wir Deutschen uns absolut einig – wir müssen die Umwelt schützen und dafür müssen wir zusammen halten und die bekannten Punkte angehen:
– Weniger Fleisch essen
– Weniger Fernreisen unternehmen
– CO2 sparende Autos kaufen etc.

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Wenn man sich jedoch die Umsetzung ansieht, stehen wir weit weniger gut da. Wir sind uns zwar einig, dass die angesprochenen Punkte wichtig sind, verfolgen sie jedoch sehr inkonsequent. Viele andere Nationen handeln wesentlich ökologischer als wir und haben einen niedrigeren  Pro-Kopf-Anteil an Emissionen. Der Deutsche weiß scheinbar zwar genau worauf es ankommt, ist aber dennoch Weltklasse im Fleisch essen, verzichtet höchst ungern auf seinen großen Verbrennungsmotor und reist wie ein Weltmeister.

Woher kommt diese Diskrepanz? Warum fällt es uns so schwer uns zu maßregeln, zumal wir genau wissen, dass unser Verhalten negative Auswirkungen für uns alle hat?
Wie im obigen Video erklärt, ist es wohl die Kombination aus sozialem Druck, Belohnungsdenken, positivem sozialem Feedback und fehlender Verantwortlichkeit. Die Aussicht, dass auf Grund unseres Verzichtes die Welt in mehreren 100 Jahren womöglich etwas besser aussähe, motiviert die meisten Menschen zu wenig.
Wir haben das Gefühl, dass unsere kleinen, kaum sichtbaren Unternehmungen (zB. hin und wieder auf Fleisch zu verzichten oder das Fahrrad dem Auto vorzuziehen) sowieso keinen Unterschied machen würden, also lohnt es sich doch gar nicht sich dafür ins Zeug zu legen oder sich zurückzunehmen.

Diese Denkweise ist zwar nachvollziehbar, aber leider der falsche Ansatz. Es macht sehr wohl einen Unterschied, Kleinigkeiten zu beachten und sich in seinem Umfeld für ein ökologisches Verhalten einzusetzen.
Folgende sechs Alltagstipps können dir dabei helfen ökologischer zu leben und nachhaltig etwas für unseren Planeten zu tun:

1. Mach es zum Thema! Je mehr du mit anderen über kleine ökologische Heldentaten sprichst, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie selbst ins Handeln kommen. Unterschätze nie, wie sehr du andere Menschen mit positivem Verhalten inspirieren kannst – werde zum Hobby-Inspirator so oft du kannst und geh stets als gutes Beispiel voran. Zeig anderen dass es wichtig ist, den Unterschied auszumachen und dass auch Kleinigkeiten von Bedeutung sind.

2. Überdenke eingefahrene Prozesse in deinem Alltag. Ist dein Tagesablauf wirklich die einzige Möglichkeit, oder gibt es Alternativen? Oft greifen Menschen aus Zeitgründen zum Auto – hätten die Zeit aber wenn sie sich besser organisieren würden. Ähnlich ist es mit dem Einkaufen – ein Fahrradkorb fasst mehr als du dir vorstellen kannst, du brauchst nicht immer den 300 L Kofferraum. Jeder Autoverzicht ist ein Fortschritt.

3. Kaufe regionale Produkte, vor allem beim Wasser und Obst. Es kann nicht sein, dass aus unseren Leitungen bestes Trinkwasser fließt und wir uns Trinkwasser aus Frankreich liefern lassen um es zu überteuerten Konditionen im Supermarkt zu kaufen (Evian, Volvic, etc.). Trinke Leitungswasser oder kaufe regional erzeugtes Mineralwasser. Bitte verzichte außerdem auf Sommerobst im Winter. Flugware ist  logischerweise ein ökologischer Wahnsinn.

4. Iss weniger Fleisch. Kühe sind der weltweit größte Produzent von CO2. Du unterstützt diese Entwicklung mit jedem Konsum tierischer Produkte, weil du den entscheidenden Faktor darstellst: die Nachfrage. Iss mindestens an zwei Tagen pro Woche kein Fleisch, das ist gesünder und umweltfreundlicher.

5. Reise ökologischer. Auch hier bestimmt Angebot und Nachfrage den Preis – entscheide dich bewusst gegen Billigflüge bzw. wähle sie klug. Es ist ein modernes Irrdenken, dass Erholung nur am abgelegenen, paradiesischen Strand in Thailand stattfinden kann. Es ist auch kein erstrebenswertes Statussymbol, eine Millionen Flugmeilen zu sammeln – eher ein ökologisches Armutszeugnis.

6. Überdenke dein Kaufverhalten. Viele alltägliche Gegenstände werden sehr umweltunfreundlich produziert. Es lässt sich natürlich nicht gänzlich vermeiden, solche Dinge zu kaufen, dennoch kann man sich hin und wieder hinterfragen und sich nach ökologischen Alternativen  umsehen.

 

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